Wissenstransfer im Fokus – reffiSchaf auf zahlreichen Fachveranstaltungen vertreten
Der Wissenstransfer ist ein zentraler Baustein des Projekts reffiSchaf. Ziel ist es, die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse zur ressourceneffizienten Schafhaltung, zur Ganztiernutzung sowie zu innovativen Vermarktungsansätzen in die Praxis zu tragen und gleichzeitig den Austausch mit Fachleuten, Betrieben und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu fördern. In den vergangenen Wochen war das Projekt auf zahlreichen Fachveranstaltungen vertreten.
Speziallehrgang zur Koppelschafhaltung am LAZBW
Am 19. und 20. Juni 2026 beteiligte sich reffiSchaf am Speziallehrgang zur Koppelschafhaltung – Modul 4: Vermarktung am Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW) in Aulendorf.
Im Mittelpunkt des Lehrgangs standen die wirtschaftlichen Perspektiven der Direktvermarktung sowie die vollständige Nutzung des Schlachtkörpers. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die rechtlichen Grundlagen der Direktvermarktung, die Beurteilung von Schlachtkörpern sowie die fachgerechte Zerlegung von Lämmern und die optimale Verwertung der einzelnen Teilstücke. Praxisstationen auf landwirtschaftlichen Betrieben sowie gemeinsame Verkostungen verdeutlichten den engen Zusammenhang zwischen hochwertiger Erzeugung, handwerklicher Verarbeitung und erfolgreicher Vermarktung.
Im Rahmen des Lehrgangs stellte das Projekt reffiSchaf seine Ziele, erste Ergebnisse sowie Ansätze zur Entwicklung regionaler Wertschöpfungsketten und einer ressourceneffizienten Ganztiernutzung vor. Die Präsentation bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über aktuelle Projektentwicklungen zu informieren und gemeinsam über Potenziale einer stärkeren regionalen Vermarktung von Schaffleisch zu diskutieren.
Austausch zur regionalen Wertschöpfung beim Transferbesuch „Zickensommer“
Am 22. und 23. Juni 2026 nahm reffiSchaf am Transferbesuch „Gemeinsam zum Zickensommer“ der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) und des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) teil.
Im Spessart stand die Frage im Mittelpunkt, wie regionale Wertschöpfungsketten für Schaf- und Ziegenfleisch erfolgreich aufgebaut werden können. Besucht wurden unter anderem ein Ziegenbetrieb, ein Partnerrestaurant der Initiative „Zickensommer“ sowie eine Bio-Schafkäserei. Die Exkursion bot zahlreiche Gelegenheiten, erfolgreiche Vermarktungskonzepte kennenzulernen und Erfahrungen zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Gastronomie, Beratung und Forschung auszutauschen.
Für reffiSchaf war insbesondere die Projektvorstellung und der anschließende Dialog über regionale Kooperationen, kurze Vermarktungswege und die stärkere Wertschätzung von Schaf- und Ziegenprodukten von großem Interesse. Die vorgestellten Beispiele lieferten wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung nachhaltiger Wertschöpfungsketten und zeigten, wie Biodiversität und wirtschaftlicher Erfolg miteinander verbunden werden können.
reffiSchaf im BÖL-Webseminar vorgestellt
Am 24. Juni 2026 wurde reffiSchaf im Rahmen der digitalen Veranstaltungsreihe „BÖL vernetzt – Bio-Wertschöpfungsketten“ einem bundesweiten Fachpublikum vorgestellt.
Gemeinsam mit dem Projekt WertesBrutei präsentierte das Projektteam die Ziele, bisherigen Ergebnisse und Perspektiven von reffiSchaf. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung tragfähiger Vermarktungskonzepte für Lamm- und Schaffleisch, die ressourceneffiziente Ganztiernutzung sowie der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten. Das Webseminar bot die Möglichkeit, die Projektergebnisse einer breiten Fachöffentlichkeit vorzustellen und sich mit weiteren Akteurinnen und Akteuren aus Forschung, Beratung und Praxis zu vernetzen.
reffiSchaf beim BioBitte-Dialogforum in Berlin
Am 29. Juni 2026 war reffiSchaf beim BioBitte-Dialogforum „Gemeinschaftsgastronomie in Berlin-Brandenburg: Bio, regional, innovativ“ in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin vertreten. Im Rahmen eines Speed-Networking-Formats stellte das Projekt seine Ansätze zur Entwicklung regionaler Wertschöpfungsketten für Lamm- und Schaffleisch einem breiten Fachpublikum vor.
Das Dialogforum brachte Akteurinnen und Akteure aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Gemeinschaftsgastronomie und öffentlicher Verwaltung zusammen, um Lösungen für eine nachhaltige und regionale Außer-Haus-Verpflegung zu entwickeln. Für reffiSchaf bot die Veranstaltung eine hervorragende Gelegenheit, Kontakte zu potenziellen Partnern aus der Gemeinschaftsgastronomie zu knüpfen und über die Einsatzmöglichkeiten regional erzeugter Schafprodukte in Großküchen und öffentlichen Einrichtungen ins Gespräch zu kommen. Besonders das Speed-Networking ermöglichte einen intensiven Austausch und eröffnete neue Perspektiven für zukünftige Kooperationen.
Fachberatertagung zur ökologischen Schaf- und Ziegenhaltung
Vom 1. bis 3. Juli 2026 war reffiSchaf auf der Fachberatertagung „Ökologische Schaf- und Ziegenhaltung“ in Göttingen vertreten.
Die jährlich stattfindende Tagung bringt spezialisierte Beraterinnen und Berater aus ganz Deutschland zusammen und bietet eine wichtige Plattform für den Austausch über aktuelle Entwicklungen in der ökologischen Schaf- und Ziegenhaltung. Themenschwerpunkte waren unter anderem Methanemissionen, Ressourceneffizienz, tiergerechte Ernährung sowie Beratungsansätze für die Praxis. Exkursionen zu schaf- und ziegenhaltenden Betrieben ergänzten das Fachprogramm.
Für reffiSchaf bot die Veranstaltung eine hervorragende Gelegenheit, Projektergebnisse mit Beratungsfachkräften zu diskutieren, neue wissenschaftliche Erkenntnisse aufzunehmen und wertvolle Kontakte für den weiteren Wissenstransfer zu knüpfen.
Wissen gemeinsam weiterentwickeln
Die zahlreichen Veranstaltungen der vergangenen Wochen haben gezeigt, wie wichtig der kontinuierliche Austausch zwischen Forschung, Beratung, Landwirtschaft, Verarbeitung, Vermarktung und Gemeinschaftsgastronomie ist. Genau hier setzt reffiSchaf an: Das Projekt entwickelt nicht nur innovative Ansätze für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Schafhaltung, sondern sorgt auch dafür, dass dieses Wissen in die Praxis gelangt und gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren weiterentwickelt wird.
Die vielfältigen Veranstaltungsformate haben einmal mehr verdeutlicht, dass der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten nur durch eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten gelingen kann. Der kontinuierliche Wissenstransfer schafft hierfür die Grundlage und trägt dazu bei, Schaf- und Lammfleisch als nachhaltige, regionale und qualitativ hochwertige Lebensmittel stärker in den Fokus von Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Gemeinschaftsgastronomie zu rücken.




